Mittwoch, 7. Juni 2017

Werkstattnotizen - 26

Buchprojekt Darwin







10.01.18

Eine Erstlesermeinung zum Darwin-Projekt liegt vor

Ich finde das Manuskript anspruchsvoll, interessant und die Geschichte vom Grundgedanken her durchaus in der Realität vorstellbar. Das macht es natürlich für "denkende" und nicht nur konsumierende Leser sehr interessant. Mich hat es sehr interessiert, den Verlauf zu verfolgen. Und ich habe mir sofort Gedanken gemacht, wie ich alles auf unsere heutige Wirklichkeit übertragen kann. Ich glaube, dass dieses Buch durchaus seine Leser finden wird. Der Ablauf ist stimmig, vor allem, weil noch einige Rahmenhandlungen vorhanden sind.

Hinweis vom Autor:
Das Buch schaut mit seiner Handlung hinter die Strukturen der Marktwirtschaft und jeder wird sich darin mit eigenem Erleben entdecken.





Mittwoch, 28. Dezember 2016

Gedanken - 4

Nachdenkliches zum Zeitgeschehen:

07.12.2016
Es trafen sich im Blick zwei Freunde. Das waren Kleinauf und Großrunter, deren Sichtweisen auf die Welt unterschiedlicher nicht sein konnten. Kleinauf hatte von seinem Standpunkt schon einen verhornten und starren Hals, während Großrunter gönnerisch und nicht ohne höhnisch gespielten Schmerz das Treiben in den Niederungen betrachtete. Beiden allerdings war gemein, dass sie aufeinander angewiesen waren, denn Kleinauf waren die Hühneraugen am Fuße von Großrunter.

09.12.2016
Was ist bloß aus uns geworden.
Abhängig von einer Welt, die wir kaum mehr kontrollieren können, während die Macher derselben es ganz gut verstehen, jeden unserer Schritte zu kontrollieren.
Spielpuppen zur Manipulation jeglicher Art, die wir sind, werden wir auf digitale Plattformen, in imaginäre Postfächer oder in Warenkörbe gehetzt. Sie sagen uns, was wir tun und welche Wünsche wir haben sollen.
Wenn ein Mensch stirbt, merkt es ein Baum nicht, doch wenn ein Baum vernichtet wird, fühlte der Mensch den Verlust in der Seele. Merken wir das noch?

20.12.2016
„Wenn du für den Menschen schreibst, belädst du ein Schiff. Doch nur recht wenige Schiffe erreichen den Hafen. Sie versinken im Meer“, schreibt Saint Exupéry in den Sand der Wüste. Was will uns das heißen? Wir brauchen Bücher, in denen die Worte einer Geschichte nicht vorzeitig ihre Leuchtkraft verlieren. Mir scheint, der Franzius Verlag arbeitet daran. In diesem Sinne schöne Weihnachten Euch allen, die ihr Freunde, Leser oder Begleiter seid.

28.12.2016
Aus einem Artikel der gestrigen Sächsischen Zeitung zum Buch von Roger Willemsen (1956-2016) „Wer wir waren“, erscheint beim S. Fischer Verlag posthum.
„Ja, wir wussten viel und fühlten wenig“, schreibt Willemsen, eine beängstigende Retrospektive einer fiktiven Sicht aus der Zukunft auf die Gegenwart. „Emsig bemüht sich abzulenken, mehr mit Selfies als mit Selbsterkenntnis beschäftigt“, kommentiert Rainer Kasselt dazu. Erklärt sich daraus das wachsende Phänomen nach fantastischer Literatur und mystischen Geschichten, die zu Bestsellern werden, während nachdenkliche Literatur in den Bücherregalen verkümmert und wenig Aussichten darauf hat, eine interessierte Leserschaft zu erreichen? Der Roman „Das Glasperlenspiel“ ein nobelpreisgekrönter Roman von Hermann Hesse, hätte es heute beispielsweise wahrlich schwer, akzeptiert zu werden. Und Willemsen fügt hinzu: „Lasst euch nicht verführen von Wahn und Werbung, kapituliert nicht, erklärt euch nicht einverstanden mit der Welt, wie ihr sie vorfindet.“ Ein schönes Schlusswort, wie ich finde, für das ausklingende Jahr 2016.



Donnerstag, 24. November 2016

Das Kaleidoskop einer Leidenschaft


Das „Kaleidoskop einer Leidenschaft" von Harald Kugler, mehrfach am letzten Wochenende auf der artbook.berlin nachgefragt und bisher nur in einer Kassette mit 12 Einbogendrucken erschienen, ist in Kürze nun auch als Buch erhältlich.
Die Einflüsterer“ erzählen von der Ruhe und Gelassenheit, die vom Besitz der Bücher ausgehen. Stolz präsentiert ein Wanderer in 3509 Meter Höhe auf dem „Hochfeiler“ seine Liebe zu den Büchern mit einem Vortrag von Friedrich Schillers Glocke. In „Der Bibliothaph“ wird erzählt, was der Besitz von Büchern über ihre Eigentümer verrät und „Was machen Bibliophile“ ist eine fachspezifische Ergänzung dazu, die zu ihrer Darstellung auch einen Essay von Karl Wolfskehl bemüht. Die Erzählung „Opa Erler“ ist die erlebte Bilanz eines Lebens inmitten und an der Seite von Pflanzen, die uns mit ihrer Vergänglichkeit Geduld lehren. Anders ist dagegen der besessene Sammler in „Glücksschmiede“ charakterisiert, dem der Zufall ein großes Glück beschert. Die Geschichte um „Die Versicherung“ zeigt in ihrem komödiantischen Verlauf die Schutzbedürftigkeit wertvoller Bücher, während „Das Bücherdreieck“ das Vermächtnis der Bücher umreißt. In „Was willst?“ wird das Schicksal einer außer Kontrolle geratenen Bücher-Sammlerfamilie aus dem Munde eines Kindes erzählt und „Gernot“, der eine strenge Kindheit erfahren hat, sucht auf eigene Faust Bestimmungen für sein Leben, was ihn am Schluss mit seinen Eltern versöhnt. In „Abschied“ wird das Unvermeidliche eines jeden Sammler- und Bücherliebhaberlebens dargestellt und zu einem schicksalhaften Abschluss gebracht, womit sich am Ende des Kaleidoskops auch die Erzählung „Von unsichtbarer Hand“ befasst, die aus der Benutzung von Büchern zu einer Lebensrückschau animiert.

14 € | Hardcover | 195 Seiten
Bestellung: harald-kugler.de.

Dienstag, 22. November 2016

Werkstattnotizen - 25A

Chronik eines Buchprojektes 06.12.2017

Die Fremde unter der Haut

Ein Buch, das tief hinab steigt in die menschliche Seele und die Geschichte von Else und Gerald erzählt, die die Höhen der Liebe geschaut haben und schließlich mit den Niederungen des Lebens konfrontiert werden. Es wird von Überzeugungen höchsten Glücks aber auch vom Tod die Rede sein, wie Werden und Vergehen jedes Lebens glückliches und trauriges Schicksal am Ende vereint. Es ist zugleich ein Bekenntnis-Buch.

Das erste Buch Memoriae = Luft
Das zweite Buch Simul = Feuer
Das dritte Buch Odium = Wasser
Das vierte Buch Dolor = Erde

Aus dem ersten Buch Memoriae
[ 157 ]
Sich eingerichtet wähnen im Leben, setzt einen Kristallisierungsprozess wie in einem Honigglas in Gang, in dessen Folge sich Marotten ausbilden und Sesshaftigkeit die tätige Bewegung einschränkt. Persönlich-zufällige Eigentümlichkeiten werden zu notwendigen Attributen des Wesens, die unmerklich den Tagesablauf verfestigen. Der Mensch wird träge und merkt es nicht einmal mehr.
11.354

Das zweite Buch – Simul
Wie die Flämmchen eines Feuers züngeln Erregungen um die Liebe zweier Menschen und man muss dem glimmenden Brand beharrlich Nahrung geben, dass er nicht erlischt.
15.082

Aus dem zweiten Buch Simul
[ 221 ]
Und, sagte mein Vater: Duldet die Schwächen der Menschen, denn sie sind sich ihres Wesens fremd.
18.816

Das dritte Buch Odium
[ 305 ]
Man kann einen abendländischen Menschen nur schwer davon überzeugen, dass etwas für ihn Unerträgliches und Unverständliches zum Leben und Alltag gehört. Das kann nur Kopfschütteln und Missbilligungen bei ihm hervorrufen. Harmonie, die auf anderen Empfindungen, Maßstäben und Glaubenssätzen beruht und sich mit Geduld zufrieden gibt, wie es zum Beispiel dem Buddhismus eigen ist, als Lebensweise eines Daseins zu erklären, kann ein zum Durchsetzen gesinnter Mensch nicht verstehen. Sie haben die Uhr erfunden und die Morgenländer die Zeit.
28.294

Das vierte Buch Dolor








Dienstag, 15. November 2016

Werkstattnotizen - 25

Zum neuen Buchprojekt

Die Fremde unter der Haut

Es ist dies eine emotionale Geschichte in vier Büchern über den schicksalhaften Lebensgang eines Paares, dass zum unschuldigen Opfer seltsamer Fügungen wird. Es ist zugleich ein Buch der Selbsterkenntnis, die nach Auffassung des Textes nur in einer Gemeinsamkeit ihre Regeln aufzeigt. Das der Mensch sich erkenne, bedarf es der Öffnung seiner Seele, die nur im Ausdruck von Empfindungen ihr wahres Gesicht zeigt. Inwiefern, so bringt die Geschichte zum Ausdruck, soll man den Nächsten mehr lieben als sich selbst, sein Ich zum Opfer bringen. "Nicht insofern, als anderer Leben wertvoller sei als das eigene, sondern als das Höchste darin bestände, der Sonne gleich nur zu geben, nicht zu nehemn." (Graf Keyserling)

Donnerstag, 10. November 2016

Gedanken - 3

Eine Denkschrift

Es drängt sich mir die Feder für eine Denkschrift zu spitzen, nachdem ich gestern erstmals auf die Seite der Lovelybooks zu den besten Büchern gestoßen bin. Welche eine Fülle an Büchern überschwemmt da den Markt, dass ich mich verwundert frage: Wem nützt das noch? Wer kann da die Übersicht behalten? Wozu die Fülle und riesige Auswahl? Wenn man mal ein Zeitchen für die Lektüre von Thomas Mann „Betrachtungen eines Unpolitischen“ widmet, worin er u. a. über die Verantwortung von Veröffentlichungen schreibt, dann stellt sich mir die Frage, sind wir Autoren uns mit der Preisgabe von Persönlichem, dieser Verantwortung bewusst, denn Persönliches steht in der Vielzahl der Fälle für das, was Autoren mit ihren Texten einbringen. "Zeitdienst", schreibt Thomas Mann weiter, "sagte ich, hätte ich geleistet, indem ich dies Buch schrieb, indem ich gewissenhafter- oder pedantischerweise die von der Zeit aufgewühlten, aufgewirbelten Gründe meines Wesens in gebundene Sätze wieder „niederzulegen“ suchte. Aber mancher, nachdem er von den folgenden Kapiteln Kenntnis genommen, wird urteilen, ich hätte der Zeit damit auf recht fragwürdige Art, …“gedient“ …". Es ist dies ein Bekenntnis, das von persönlicher Verantwortung spricht, die wir Heutigen eher einmal mehr bedenken sollten, wenn wir ein Buch veröffentlichen wollen. Ein solches fordert Zeit von unseren Lesern und gibt Gedanken preis, die weniger der Unterhaltung als dem Nachdenken dienen sollten. So etwas hat die Gesellschaft nötig, denn mit dem Spass, wie es ein jüngstes Wahlergebis und viele andere Ereignisse auf diesem Erdenrund zeigen, ist es langsam aber sicher vorbei.

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Werkstattnotizen - 24

Mein neues Romanprojekt

"Der Roman ist die heilige Schrift des Lebens" - frei nach einem Zitat von Friedrich Hebbel

Der Text wir aus vier Büchern bestehen und die Beziehung zweier Menschen in ihren Höhen und Tiefen beschreiben.
Das erste Buch - Memoriae / schildert das Kennenlernen und in Rückblicken den Werdegang der beiden Protagonisten Else Wachsmuth und Gerald Morten.

Die Absätze im Text, die eine Schlüsselaussage enthalten, werden durchnummeriert.

Das zweite Buch - Simul / beschreibt das Zusammenleben der Beiden, die eine ungewöhnlich liebevolle Beziehung führen.

Das dritte Buch - Odium / führt die leidvolle Verklärung des Paares vor Augen, als Folge von wachsenden Unstimmigkeiten.

Das vierte Buch - Dolor / befasst sich mit dem Schmerz und den Begleiterscheinungen eines Abschieds, wenn ein Mensch zurück bleibt.

So der Plan für die nächsten Monate. Und es ist dies hier vorläufig der letzte Blogeintrag.